Psiloritis – der Höhepunkt auf Kreta

22.05.2021

Ganz spontan entschieden Christian und ich uns für einen Kurztrip nach Kreta zu fliegen. Natürlich erkundigten wir uns vorab, welche Berge dort sind. Auf Kreta gibt es drei über 2000m hohe Gebirgsmassive, dass Dikti-Gebirge, dass Ida-Gebirge und die weißen Berge (Lekfa Ori). Der höchste Berg befindet sich mit seinen 2453m im zentralen Ida-Gebirge und heißt Psiloritis. Das bedeutet unser Wanderziel für den Urlaub war gefunden.

Mit Schafen und Ziegen auf der Straße muss man jederzeit rechnen.

Besser Scheuchen statt Hupen

Vor Ort fuhren wir dann mit unserem Suzuki Jimny Jeep Leihwagen von Rethymno kommend nach Livadia und weiter zum Refuge Mygerou. Man sollte sich nicht auf eine Bewirtschaftung der Hütte verlassen, sondern genug Wasser und Essen mitbringen. Bis zum Parkplatz direkt bei der Schutzhütte führt eine geteerte Straße. Mit Schafen, Ziegen und losen Steinen die mitten auf der Straße stehen/liegen sollten jedoch jederzeit gerechnet werden. Die Tiere habe vor allem keine Angst vor einem Auto und auch starkes Gehupe bewegt sie selten auszustellen. Besser kurz stehen bleiben, aussteigen und mit Handbewegungen von der Straße scheuchen.

Direkt neben dem Parkplatz startet auch schon der Pfad. Der überwiegend auf Steinplatten führende Weg schlängelt sich mäßig steil nach oben. Immer wieder trifft man mit Schafsherden zusammen. Auf ca. 2000m erreicht man eine Mulde, mit wundervollem Tiefblick runter zur Hütte und auf die Nordküste. Von hier aus geht der Weg in einen Schotterpfad rechtsführend über.

Wenn das Meer mit dem Himmel verschwimmt…

Falsche Pfade

Wir verpassten leider die Abzweigung und wanderten gerade weiter hoch. Am höchsten Punkt angekommen standen wir ungeplanter Weise auf einem Nebengipfel des Massivs, dem Agathias mit 2424m. Es gibt wohl schlimmeres, als „versehentlich“ einen weiteren Gipfel mitzunehmen, der daraus entstandene Umweg ist nicht wirklich erwähnenswert und die Aussicht auf die Südküste ein Traum.

Vom Agathias sieht man dann auch schön die Wegfürhung hinüber zu unserem eigentlichen Ziel und so machten wir uns wieder auf den Weg. Die Route führt dann leicht unterhalb des Grates weiter.

Mit einem Glockenschlag kann man seinen Gipfelerfolg einläuten.

Von allen Seiten das Meer

Kurze Zeit später erreichten wir den Gipfel. Kein Kreuz, sondern eine Gipfelkapelle mit Glocke ziert den höchsten Punkt von Kreta. Nach einem Glockenschlag und den Blick in die Kapelle suchten wir uns ein windgeschütztes Plätzchen und genossen die Aussicht. Eine Jacke im Rucksack ist auch bei 30 Grad im Tal keine schlechte Idee, denn der Wind blies dort oben ganz ordentlich.

Und nun gehts auf schnellsten Weg zurück.

Der Rückweg führt auf derselben Route und zurück beim Auto gings dann ganz schnell zurück zum Meer für einen erfrischenden Sprung ins Nass.

© Barbara Saxl (Juni 2021)

Christian Bendler

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